Wer hat Angst vorm Seeungeheuer?

Der Virus Kanusport greift inklusiv um sich

In den frühen Jahren des Versehrtensports war Kanu eine Sportart, die in vielen Vereinen fester Bestandteil des Angebots war. Dann haben sich die Zeiten geändert, und erst seit ein paar Jahren wird - auch dank der Kooperation mit dem Bayerischen Kanu-Verband (BKV) - von Neuem begonnen, den Kanusport in den Vereinen des BVS Bayern einzuführen und zu etablieren. Der Bezirk Mittelfranken bot nun schon zum dritten Mal mit der RVSG Muhr a. See ein Schnupperpaddeln für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung an - mit schleichendem, aber stetem Erfolg. Und dieses Mal "durfte" sogar der Bezirksvorsitzende Herbert Holzinger aufs schwankende Boot!
So einige Mitglieder aus BVS-Vereinen der näheren und weiteren Region nahmen die Herausforderung an und wagten unter Anleitung von mehreren Fach-Übungsleitern Kanusport aus dem BKV ihre ersten Paddelschläge auf dem Altmühlsee. Zuerst vorsichtig, dann immer mutiger und schließlich - nachdem das Geradeausfahren immer besser gelang - mit richtig viel Spaß. Dazu trugen auch die Spiele mit dem Kanupolo-Ball bei, der geworfen und gefangen werden musste. Auf dem See, in den Kajaks sitzend, versteht sich.
Ganz großen Spaß hatten auch die jungen Paddler aus den Kooperationsvereinen der RVSG Muhr a. See (Schützenverein und DAV). Vor allem die jugendlichen Schützen schienen hier eine neue Passion gefunden zu haben. Nach anfänglichen Trockenübungen an Land stürmten sie in die Kajaks und eroberten das nasse Element. Das warme Wasser forderte ja auch regelrecht zu einer Wasserschlacht heraus. Übungsleiterin Lisa Huber von Nürnberger Kanu-Verein brachte aber schnell Ordnung in die wilde Truppe. Ihr neu erfundenes Spiel "Wer hat Angst vorm Seeungeheuer?" lenkte den jugendlichen Übermut in gezielte Bahnen. Nur unter lautem Protest nahmen die Kids Abschied von ihrer neu entdeckten Sportart.
Abteilungsleiterin Andrea Hofmeier und Übungsleiter Peter Hauenstein hatten mit einem großen Stand Up-Paddleboard eine Überraschung für Herbert Holzinger parat. Und dem blieb nichts Anderes übrig, als (innerlich schwitzend) gute Miene dazu zu machen. Mitsamt seinem Rollstuhl durfte er auf dem Paddelbrett hinaus auf den See. Aber seine Truppe paddelte ihn sicher durch die vom steten Wind etwas unruhigen Fluten.
"Ich hab mir das immer ganz anders vorstellt …" mitgerissen von der sichtlichen Freude alle Paddler versprach sogar BVS-Vizepräsident Hans Freiberg, sich beim nächsten Kanutraining der RVSG auch einmal in ein Kajak zu setzen. Der Virus "Kanusport" greift inklusiv um sich!
Uschi Zimmermann
     


     


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