Drittes EISs-Siegel für RVSG Muhr a. See

Die Erlebte Inklusive Sportschule leistet Beitrag zur vollständigen Inklusion

Muhr a. See. "Für alles, was gut ist, gibt es eine amtliche Bestätigung. Wie die TÜV-Plakette, wenn am Auto alles in Ordnung ist. Oder wie das Zeugnis für die bestandene Prüfung", erklärte Tino Höbold, der stellvertretende Vorsitzende der Bayerischen Behinderten-Sportjugend, für jeden verständlich. "Bei uns gibt es dafür das EISs-Siegel, das Aushängeschild für höchste Qualität im Inklusionssport." Mit diesem Siegel würdigte er vor der öffentlichen Kulisse des Seefestes die "tolle Inklusionsarbeit" der RVSG Abtlg. Muhr a. See. Unter den Gästen waren auch Dieter Rampe, der Bürgermeister von Muhr a. See, der BLSV-Kreisvorsitzende Dieter Bunsen und der BVS Bayern-Bezirksvorsitzende Herbert Holzinger.
Es ist das inzwischen dritte EISs-Siegel der stetig wachsenden Gruppe, das nach (Ausdauertraining, Koordination und Bewegung ) dieses Mal für die EISs-Gruppe "Outdoor" verliehen wurde. Dabei wurde der Verein als Abteilung der RVSG Rothenburg erst 2013 gegründet. Aber er ist so aktiv - und mit seinen Angeboten auch innovativ -, dass heute schon rund 260 Teilnehmer regelmäßig sein vielfältiges Programm nutzen. Das sind mehr als zehn Prozent der rund 2.300-Einwohner-Gemeinde am Altmühlsee. Damit es immer noch mehr werden, gibt es u. a. das Schnupperpaddeln, das die Abteilung der RVSG Rothenburg im Rahmen dieses Seefestes durchführte. Inklusiv, versteht sich.

Inklusion - wörtlich übersetzt Zugehörigkeit, also das Gegenteil von Ausgrenzung - ist die Voraussetzung für die Anerkennung der "Erlebten Inklusiven Sportschule" (EISs). "Wenn Kinder und Jugendliche mit und ohne Handicap gemeinsam Sport erleben, bauen sie schon frühzeitig Barrieren ab und leisten so einen Beitrag zur vollständigen Inklusion. So werden nicht nur die sportlichen Fähigkeiten verbessert, sondern auch die Sozialkompetenz der Kinder und Jugendlichen", wusste Höbold.
Bayern sei da bereits auf einem guten Weg. Denn neben vielen anderen Maßnahmen unterstützt das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gemeinsam mit dem Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern zum Beispiel die inklusive Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit dem Förderprogramm EISs. Die finanzielle Förderung war erst neu verhandelt worden. Jetzt erhalten die Vereine mit EISs-Gruppen über das Förderprogramm nicht nur wie bisher eine Anschub-Finanzierung, sondern neu ab dem zweiten Jahr auch eine Folge-Finanzierung, um die Nachhaltigkeit zu gewährleisten.
Bei der Erlebten Inklusiven Sportschule steht nicht der Leistungsgedanke im Vordergrund, sondern der Spaß an der Bewegung und die Förderung individueller Fähigkeiten und Fertigkeiten. Der Phantasie der Übungsleiter/-innen sind dabei keine Grenzen gesetzt! Einzige Voraussetzung ist, dass alle Kinder gleichermaßen eingebunden werden.
In der RVSG Abtlg. Muhr a. See gehört das im sportlichen Alltag ganz selbstverständlich mit dazu. Abteilungsleiterin Andrea Hofmeier-Kurpiela stellte kurz die sportlichen Angebote des Vereins mit den vier Säulen Behindertensport, Rehabilitationssport, Präventions- und Inklusionssport vor.


Text: Uschi Zimmermann

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Bilder: EISs Siegelverleihung an den RVSG Rothenburg durch Tino Höbald von der Bayerischen Behinderten Sportjugend






Dieses Projekt wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales,
Familie und Integration und des BVS Bayern e.V. gefördert.


 


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