BM Paracycling: Schindler und Teuber nicht zu bremsen

Bayerische Meisterschaften im Paracycling – außer im BVS Bayern gibt es das in keinem anderen Landesverband! Die Kooperation zwischen dem Bayerischen Radsportverband und BVS Bayern-Abteilungsleiter Franz Zißler klappt perfekt, und so wird bei den gemeinsamen Bayerischen Meisterschaften Inklusion groß geschrieben. Manchmal müssen dafür auch mal von heute auf morgen ein paar hundert Straßenkilometer mit dem Auto zurückgelegt werden, so wie in diesem Jahr.

RadrennenDabei lernten die Radsportler/innen auch Franken kennen. "So weit im Norden waren wir noch nie", gestand Franz Zißler. Mit der Bayern-Rundfahrt kehrte die Truppe 14 Tage später noch einmal nach Franken zurück, dieses Mal nach Haßfurt.

Einzelzeitfahren
In Rednitzhembach bei Roth fanden die Bayerischen Meisterschaften im Einzelzeitfahren statt. Die abwechslungsreiche Strecke über 23 Kilometer war flach und führte teilweise am Main-Donau-Kanal entlang sowie durch Waldstücke. Das Wetter meinte es gut mit den Sportlern. Im Gegensatz zum südlichen Bayern, wo es Bindfäden regnete, blieb Franken trocken. Das Rennen wurde klassenübergreifend im Faktorsystem ausgetragen.
Nach seiner schweren Verletzung, acht Monaten Rehabilitation und Radtraining, griff Paralympicssieger und BVS Bayern-Landestrainer Michael Teuber (C1, BSV München) erstmals wieder ins Renngeschehen ein - und fuhr allen davon. Vor dem starken Erich Winkler (C1, TSV Geisenhausen) und Matthias Schindler (C3, Team Baier Landshut) holte er sich den Titel des Bayerischen Meisters.
Bahn-Weltmeisterin Denise Schindler (C3, BSV München) war im dreiköpfigen Damen-Team nicht zu schlagen. Angelika Dreock-Käser (C5, RSLC Holzkirchen) erreichte die zweitbeste Zeit. Doch bedingt durch die Faktorisierung aufgrund der unterschiedlichen Behinderungsgrade landete sie hinter Yvonne Marzinke (C2, BSV München) auf dem 3. Platz.

Straßenrennen
Beim Straßenrennen am folgenden Tag in Werneck bei Schweinfurt waren insgesamt 43 km (vier Runden zu je 10,7 km) über 107 Höhenmeter zu bewältigen. Nieselregen erschwerte die Strecke. An sich kein Problem, aber wer Heinz Winkelmannnicht aufpasste, dem konnte schon ein glitschiger Gullideckel zum Verhängnis werden. Aber es ging gerade noch einmal gut!
Wie stark die Radsportler mit und trotz Handicap sind, zeigte sich, als sie sehr schnell zu den Minuten vor ihnen gestarteten Feldern der Senioren des Bayerischen Radsportverbandes aufschlossen und diese teilweise schon nach der zweiten Runde überholt hatten. Am Ende hatten sich die Starterfelder gut gemischt.
Michael Teuber konnte sich gemeinsam mit den leichter behinderten C3-5 Fahrern absetzen und gewann das C1-2-Rennen vor Erich Winkler und Kurt Lallinger (C2, RC Concordia 86 München). In der Klasse C3, C4, C5, die gemeinsam gewertet wurde, siegte Walter Marquardt vor Christoph Leiter (beide C5, BSV München) und Matthias Schindler.
Denise Schindler legte all ihren sportlichen Ehrgeiz darein, die Senioren des BRV hinter sich zu lassen. Im Zielsprint überflügelte sie sogar dessen schnellsten Fahrer. Angelika Dreock-Käser erreichte das Ziel als zweitschnellste Frau vor Yvonne Marzinkes. Deren Zieleinlauf wurde vom bereits wartenden Starterfeld des Frauenrennens gebremst. Ihre Ankunft wurde zwar registriert, aber die eigentliche Ziellinie konnte sie nicht überqueren.
Für viel Beifall sorgte der älteste Teilnehmer im Feld, der knapp 81-jährige Heinz Winkelmann vom RV Schweinfurt.
 


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