Volle Professionalität

Ein voller Erfolg war auch in diesem Jahr die Bayerische und Württembergische Meisterschaft der Behinderten in Finsterau. Die Veranstaltung war geprägt durch die hohe Professionalität sowohl der teilnehmenden Sportler als auch des Ausrichters, dem SV Finsterau.

GruppeTeilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet - von Mainz, dem Saarland, aus Freiburg und aus dem gesamten Bayerischen Raum von Reit im Winkel bis nach Isny - waren angereist, um sich in der Disziplin Spezial Skilanglauf (Klassik und Skating) zu messen. Das kleine, aber feine Starterfeld traf trotz wenig Schnee auf sehr gute Loipenbedingen.
Bei der Bayerischen Meisterschaft am Samstag, den 03.01.2015 galt es in der klassischen Technik die 2, 5 und 6 kilometerlange Strecke zu bewältigen. Mit den zum Teil sehr eisigen Verhältnissen kamen erwartungsgemäß die erfahrenen Teilnehmer sehr gut zurecht. So wurde Marco Meier in der Klasse der Junioren männlich stehend und Max Hauch (beide SK Nesselwang) dicht gefolgt von der Konkurrenz in der Klasse der Aktiven männlich sitzend Bayerische Meister. Sehr gut behaupten konnte sich auch Clara Klug in der Klasse der Aktiven weiblich stehend vor Nicole Hofmann. Beide sehbehinderte Athletinnen konnten auf Grund ihrer Weltcuperfahrung und ihren gut eingespielten Begleitläufern die kurvenreiche Strecke mit hohem Renntempo bewältigen.
Aber auch sehr viele junge Athleten und Athletinnen konnten erste Wettkampferfahrung auf Schnee sammeln, so auch Thomas Czap vom SK Nesselwang. Katja Kaufmann, die erst zehnjährige Sportlerin vom SV Kirchzarten, kannte keinen Halt und konnte die Konkurrenz in der Schülerklasse stehend hinter sich lassen. Erste Wettkampferfahrungen auf Schnee machte der amtierende mehrfache Weltmeister im Rennrollstuhlfahren David Scherer vom Verein Hilfe durch Sport Chierschied, Saarland. Auch er war überaus begeistert von der Meisterschaft, musste aber neidlos anerkennen, dass es der Schnee durchaus in sich hat.
Nach den Rennen selbst war die Siegerehrung im sehr gut ausgebauten Vereinsheim des SV Finsterau eine willkommene Abwechslung, um sich zu erholen, aufzuwärmen und zu stärken. Dank der professionellen Zeitmessung und den zahlreichen Helfern des SV Finsterau standen die Sieger innerhalb kürzester Zeit fest. Über die Preise freuten sich sowohl Sportler als auch Helfer.
Am Nachmittag und Abend stand lockeres Auslaufen und Erholen auf dem Programm. Denn pünktlich am Sonntag 10 Uhr stand der nächste Wettkampf an. Hier galt es die Konkurrenz auf der 1 km bis 6 km langen Strecke in der der Freien Technik hinter sich zu lassen.
Der Neuschnee der vergangenen Nacht machte zuerst den Helfern beim Spuren und schließlich im Wettkampf den Teilnehmern zu schaffen. Aber sowohl Helfer als auch Athleten haben dies sehr erfolgreich gemeistert.
Nicole Hofmann mit GuideWie am Vortag konnten sich die erfahrenen Sportlerinnen Clara Klug vor Nicole Hofmann und Katja Kaufmann vor Annegret Schneider behaupten. Neu am Start bei den Damen war Merle Menje vom SV Gottmardingen. Die ebenfalls erst 10 jährige Rollstuhlfahrerin hat mit vollem Einsatz den ersten Wettkampf erfolgreich gemeistert.
Bei den Junioren männlich stehend gewann wie am Vortag Marco Meier und wurde damit Württembergischer Meister vor Vincent Hettrich und dem für diesem Tag aus Reit im Winkel angereisten Mathias Gasteiger.
Max Hauch konnte sich wie erwartet bei den Aktiven männlich sitzend den Titel des Württembergischen Meisters holen und die ambitionierten Konkurrenten Josef Komatz-Madlener und Sven Heinrich hinter sich lassen.
Wie am Vortag ermöglichte die schnelle Zeitauswertung des SV Finsterau eine zeitnahe Siegehrung und die gute Verpflegung eine wohltuende Erholung im Vereinsheim. Diese war dringend notwendig, denn bereits am Nachmittag stand eine leichte Trainingseinheit in der Freien Technik auf dem Programm. Trotz weiterem heftigen Schneefall und starken Schneeverwehungen waren alle Teilnehmer des Lehrgangs am Nachmittag auf der Strecke.
Den Höhepunkt des Lehrgangs bildete das heiß ersehnte Biathlontraining am Montagvormittag. Bei starkem Wind galt es erfolgreich die Scheiben zu treffen. Auf der erst kürzlich eröffneten Biathlonanlage herrschten extreme Bedingungen, die sowohl den Athleten als auch den Trainern alles abverlangten. So war es eine sehr große Freude, dass der SV Finsterau eigens für die Lehrgangsteilnehmer den Ofen im Vereinsheim anfeuerte und sich alle bei angenehmen Temperaturen aufwärmen und stärken konnten. Dafür ein herzlicher Dank an den SV Finsterau! Nach der Mittagspause ging es zum lockeren Laufen und einem Staffelrennen.
Nach erfolgreichen und professionellen Wettkampf- bzw. Lehrgangstagen stand die wohlverdiente Erholung und Heimreise an. Zum überaus guten Gelingen trugen neben den Trainern Martin Härtl, Michael Huhn und Alfons Neuerer im Wesentlichen die zahlreichen Helfer des SV Finsterau bei. Allen ein herzlicher Dank.
Text und Foto: Martin Härtl


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