17. Bayerisches Inklusives Schwimmfest
Ein Tag voller Sport, Gemeinschaft und unvergesslicher Momente

Kinder beim Poolnoodlreiten. Zuschauer*innen stehen am Beckenrand.

„Dabei sein ist alles“ – unter diesem olympischen Gedanken stand am 20. Juni 2026 bereits zum 17. Mal das Bayerische Inklusive Schwimmfest im Fürther Scherbsgrabenbad. Und selten wurde dieser Leitsatz so eindrucksvoll mit Leben gefüllt wie an diesem besonderen Tag.

Insgesamt 97 Schwimmerinnen und Schwimmer mit und ohne Behinderung aus Mittel- und Oberfranken, der Oberpfalz sowie Niederbayern verwandelten das Schwimmbad in eine Bühne für gelebte Inklusion, sportlichen Ehrgeiz und echte Freundschaft. Unterstützt und begeistert angefeuert wurden sie von rund 50 Trainern, Betreuern und Eltern, die für eine fantastische Stimmung sorgten.

Bereits die feierliche Eröffnung zeigte die Bedeutung dieser Veranstaltung. Peter Daniel Forster, Bezirkstagspräsident von Mittelfranken, Heide Roth, Veranstaltungsleitung sowie Bezirkssport- und Spielwartin des BVS Mittelfranken, Dietmar Kleinert, Bezirksvorsitzender des BVS Bayern Mittelfranken, und Rebekka Klobe, Referentin für Inklusionssport beim BVS Bayern in München, begrüßten die Teilnehmenden mit herzlichen Grußworten. Sie zeigten sich beeindruckt von der großen Resonanz und der weiten Anreise vieler Sportler*innen aus ganz Bayern.

Auch Markus Braun, 1. Bürgermeister der Stadt Fürth, ließ es sich trotz eines vollen Terminkalenders nicht nehmen, dem Schwimmfest einen Besuch abzustatten. Zwischen zwei Terminen fand er Zeit für persönliche Grußworte und unterstrich damit die Bedeutung von Inklusion und Gemeinschaft im Sport.

Anschließend gehörte das Becken den Athletinnen und Athleten. In den Disziplinen Brust, Rücken und Freistil wurden auf den Strecken 25, 50 und 100 Meter zahlreiche spannende Wettkämpfe ausgetragen. Dabei standen nicht allein die erzielten Zeiten im Vordergrund – vielmehr beeindruckten der Mut, die Leidenschaft und der unermüdliche Einsatz aller Teilnehmer.

Für das leibliche Wohl während der Veranstaltung war ebenfalls bestens gesorgt: Die Verpflegung wurde durch den BVS Fürth übernommen und trug dazu bei, dass sich alle rundum wohlfühlen konnten.

Doch der eigentliche Höhepunkt sollte noch folgen.

Nach den Einzelwettbewerben begann der Teil des Tages, auf den sich viele bereits seit Wochen gefreut hatten: die legendären Spaß-Staffeln. Hier rückte der sportliche Wettbewerb für einen Moment in den Hintergrund und machte Platz für Teamgeist, Kreativität und jede Menge Gelächter.

Beim Poolnudelreiten kämpften die Mannschaften um jede Sekunde, während bei der beliebten Geschicklichkeitsstaffel nicht nur Schnelligkeit, sondern auch Geschick gefragt war. Hier mussten die Teilnehmenden unter anderem durch einen unter Wasser versenkten Ring tauchen – eine Aufgabe, die für viele spannende und lustige Momente sorgte.

Besonders begeistert waren die Schwimmer*innen jedoch von der inzwischen traditionellen Gummibärchen-Staffel. Über 25 Meter musste jeder Teilnehmer sein Päckchen Gummibärchen sicher transportieren. Die süße Belohnung durfte anschließend natürlich direkt vernascht werden, was bei Groß und Klein für strahlende Gesichter sorgte.

Als sich der Tag bereits dem Ende neigte, wartete noch ein letzter Höhepunkt auf alle Anwesenden. Beim inzwischen legendären Trainer-Rennen trat für jeden Verein ein Schwimmer an – vorzugsweise der Trainer selbst. Das Ziel war klar: Eine große Dose Gummibärchen für die eigene Trainingsgruppe zu gewinnen. Unter lautstarken Anfeuerungsrufen verwandelte sich das Scherbsgrabenbad noch einmal in einen Hexenkessel. Die Begeisterung am Beckenrand war förmlich greifbar.

Bei der abschließenden Siegerehrung wurde deutlich, worum es bei diesem Schwimmfest wirklich geht:
Gemeinschaft, Freude und gegenseitiger Respekt. Alle Teilnehmenden erhielt als Anerkennung ihrer Leistung eine Medaille, eine Urkunde sowie eine Trinkflasche, die nun sicherlich an vielen Beckenrändern in Bayern an diesen besonderen Tag erinnern wird. Das Leuchten in den Gesichtern der Sportler*innen, die sichtbare Freude sowie der Stolz über die eigene Leistung zeigten eindrucksvoll, welchen besonderen Stellenwert das inklusive Schwimmfest für Teilnehmende hat.

Das 17. Bayerische Inklusive Schwimmfest hat einmal mehr gezeigt, dass Sport Menschen verbindet, Grenzen überwindet und unvergessliche Erinnerungen schafft. Ein Tag voller Emotionen, sportlicher Leistungen und echter Inklusion – ganz im Sinne des olympischen Gedankens: „Dabei sein ist alles.“

Das große Interesse an der Veranstaltung spiegelte sich auch in der überregionalen Berichterstattung wider. Die Zeitung Straubinger Tagblatt berichtete über das inklusive Schwimmfest und dei Teilnahme des SV Staraubing. Der Zeitungsartikel kann im Downloadbereich nachgelesen werden.

Bericht und Fotos: Heide Roth


Die Veranstaltung wird aus Mittel des Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.Logo: Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales

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