Starnberger Parafechter Elias Klotz gelingt Debüt auf erstem Weltcup „The Leaning Tower“ 2026 in Pisa
In großer Vorfreude fuhr der 18-jährige Rollstuhlfechter Elias Raphael Klotz zu seiner ersten Teilnahme an einem Weltcup in Pisa. Darauf hatte er fleißig hingearbeitet. Ein paar Tage zuvor verteidigte er noch seinen Titel als Bayerischer Meister bei den Erwachsenen im Degen und im Florett.
Derart gestärkt machte sich der junge Söckinger in den Faschingsferien auf den Weg, um erste Erfahrungen in der leistungsstarken Erwachsenenwelt zu machen. Eingebunden in das Team Deutschland unter Bundestrainer Alexander Bondar trat er sowohl im Florett als auch im Degen in einer starken internationalen Konkurrenz aus allen Kontinenten an. Sein persönliches Ziel definierte der Berufsfachschüler so: „Zuerst muss ich mal die Atmosphäre spüren und verarbeiten lernen. Die vielen Reize, die Lautstärke in den Hallen durch die Materialtechnik und nicht zuletzt die vielen Sprachen – damit muss ich erst einmal zurechtkommen. Und dann nehme ich allen Mut zusammen und setze mich den Profis aus aller Welt gegenüber. Ab dann wird jeder einzelne Treffer für mich ein Erfolg sein.“
Damit unter den Athletinnen und Athleten mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen Leistungsvergleiche möglich sind, werden sie in Startklassen eingeteilt. Weil er inzwischen 18 Jahre alt ist, wurde Klotz in Pisa neu klassifiziert. Beim Rollstuhlfechten wird dabei auf Mobilität in Rumpf, Beinen und Armen getestet. Dass Elias eine Sehbehinderung hat, wird beispielsweise nicht berücksichtigt. So muss auch künftig in der A-Klasse starten. Das bedeutet sehr hohes Tempo in den Aktionen. Kraft und Ausdauer sind auf dem höchsten Level gefragt. Bei den Finalisten konnte man das sehr gut beobachten. Hier erkennt der Nachwuchssportler noch viel Entwicklungspotenzial nach oben, körperlich wie technisch.
Unter diesen Bedingungen ging es dann an unterschiedlichen Tagen in der Kategorie A in die Vorrunden mit je 52 Teilnehmern. In Pools fechten die Sportler jeder gegen jeden, um ins Hauptfeld einziehen zu können. Elias Klotz gelangen hier nicht nur die ersehnten Treffer, sondern auch einige gewonnene Gefechte, sodass er mit beiden Waffen ins jeweilige Hauptfeld einziehen konnte. Dort unterlag er dann trotz starker Gefechte im KO-System und beendete den Wettkampf im Florett auf Platz 45 und im Degen auf Platz 39. Diese Ergebnisse führen dazu, dass der junge Rollstuhlfechter nun Platz 9 in der Weltrangliste der U23 einnimmt. Darüber freute sich Klotz sehr und sieht das Ergebnis als gute Grundlage für die Teilnahme an der WM U23 im Juli in der Türkei. Wir drücken die Daumen!